VERÄNDERUNG, DIE VON DEN GEMEINDEN SELBST AUSGEHT

HAWA UND KINNY SOVELA ERKLÄREN, WIE DAS VERSTÄNDNIS DES ZUSAMMENHANGS VON KRANKHEITEN UND DEM VERRICHTEN DER NOTDURFT IM FREIEN IHR LEBEN UND DIE GESUNDHEIT IHRER GEMEINDE IN SIERRA LEONE VERWANDELT HAT.

„Es gab so viele Fliegen und bei Regen war der Gestank einfach schrecklich“, erinnert sich Hawa Sovela, eine dreifache Mutter aus dem Dorf Simbek im Distrikt Moyamba, Sierra Leone. Ihre Kinder kichern, als Hawa beschreibt wie „kaka“ aus den umliegenden Büschen bei Regen in das Dorf geschwemmt wurde. „Wenn man draußen kochen oder sich dort mit anderen treffen wollte, war das ein Problem“, erklärt sie.

MEINUNGSFÜHRER ANFÜHRER ZEIGEN INITIATIVE

Die Situation hat sich drastisch verändert nach dem Besuch eines Gemeindeberaters: Mit einer Reihe aufrüttelnder Demonstrationen und Beispiele konnte er veranschaulichen, wie das Verrichten der Notdurft im Freien mit Krankheiten zusammenhängt. Die Gemeinde hat umgehend reagiert: Bürger haben sich gemeldet, um beim Bau von Latrinen in Simbek zu helfen. Darunter auch Hawas Mann Kinny.

„Ich war entschlossen, die Praxis, die Notdurft im Freien zu verrichten, zu stoppen“, erklärt er. „Ich bin stark und kann die Gemeinde in vielen Bereichen unterstützen. Aber ich bin auch ein Vater und ich wollte etwas Wichtiges für meine Familie leisten. Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben.“

ES TUT SICH WAS

Drei Monate nach den ersten Vorführungen wurde Simbek für „Open Defecation Free“ (ODF) erklärt – Notdurt wird nicht mehr im Freien verrichtet. Das Dorf ist nur eines von 1.500 Dörfern des Landes, die in den letzten drei Jahren für „ODF“ erklärt wurden. Inzwischen haben mehr als 300.000 Menschen Zugang zu besserer Sanitärversorgung: Ergebnis des Programms „Community Approaches to Total Sanitation“ (CATS) unter Leitung der Regierung von Sierra Leone, mit Unterstützung von UNICEF und deren Partner-Organisationen.

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