BESSERE PERSPEKTIVEN FÜR MÜTTER UND KINDER

MOSES WILLIAM, EIN GESUNDHEITSHELFER AUS DEM DORF KASIA, UND HEBAMME MARSELA RAFA ÜBER EINE VERÄNDERUNG, DIE IHREM DORF NEUEN AUFTRIEB GESCHENKT HAT: NOTDURFT WIRD NICHT MEHR IM FREIEN VERRICHTET.

In der Gesundheitsstation von Kasia erklärt Moses William, dass das Schwierigste an seinem Beruf früher die Hilflosigkeit war, wenn Kinder aufgrund fehlender Medikamente an Durchfallerkrankungen starben. „Es hat mich so traurig gemacht. Ich bin sogar in die Stadt gerannt, in der Hoffnung, dass NGOs oder die Regierung die Situation retten könnten.“ Leider oft mit wenig Erfolg, wie er sagt. „Ich habe den Kindern Zucker-Salz-Lösung gegeben, aber wenn das nicht verfügbar war, blieben nur Ratschläge. Manche Kinder waren unfassbar krank.“

WENIGER DURCHFALLERKRANKUNGEN

Bis auf ein paar Medikamentenbehälter, eine Liege und eine Waage ist die Gesundheitsstation leer. William sagt, dass sich die Versorgung mit Medikamenten nicht verbessert hat. Doch dank des Projekts „Community Approaches to Total Sanitation“ (CATS) gibt es weniger Durchfallerkrankungen. „Früher hatte ich pro Monat zwischen 20 und 30 Fälle, die meisten davon Kinder. Jetzt sind es acht“, erzählt er..

In einem Wettbewerb konnte sich Kasia gegen neun andere Dörfer behaupten, um „Open Defecation Free“ (ODF) zu werden – Notdurft wird nicht mehr im Freien verrichtet. Um das zu erreichen, wurde sichergestellt, dass jeder Haushalt und jedes öffentliche Gebäude eine eigene Latrine sowie eine Einrichtung zum Händewaschen hat. Der größte Erfolg des CATS-Programms ist neben erhöhter Produktivität und mehr Wohlstand für die ländliche Gemeinde vor allem die Gesundheit von Müttern und Kindern.

INSGESAMT BESSERE GESUNDHEIT

„Auch schwangere Mütter klagten über Durchfall und das konnte dazu führen, dass sie ihr Kind verloren oder zu früh gebaren“, berichtet Marsela Rafa, die Hebamme des Ortes. Sie sagt, dass ein vermehrtes Bewusstsein über grundlegende Sanitärversorgung die Gesundheit insgesamt verbessert hat. „Wenn ich früher in die Häuser von Schwangeren gerufen wurde, sah ich dort zwar manchmal Seife, doch es gab nur ein einziges Stück sowie ein Tuch, das bei der Geburt verwendet werden konnten“, erzählt sie.

Inzwischen haben Mütter verstanden, dass es sich auch finanziell lohnt, die Hände mit Seife zu waschen und die Notdurft nicht im Gebüsch zu verrichten – und dass dies in besonders abgelegenen Dörfern des Südsudan Leben retten kann.

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