EIN EFFEKTIVER ANSATZ FÜR DIE SANITÄRVERSORGUNG

VIERFACHE MUTTER KADIATU ÜBER GROSSE VERÄNDERUNGEN AUF LOKALER EBENE IM DISTRIKT KENEMA DANK DER FÖRDERUNG VON EIGENEN LATRINEN FÜR JEDEN HAUSHALT.

Lächelnd zeigt uns Kadiatu die neueste Ergänzung in ihrem Haushalt: eine Latrine, die von der Gemeinde gebaut wurde. Kadiatu ist vierfache Mutter und hat ihr Leben lang im Dorf Gbondoma gelebt. Es ist noch nicht lange her, da litten ihre Kinder regelmäßig an Durchfall und anderen Krankheiten – das Ergebnis mangelnder Hygiene und sanitärer Einrichtungen. Das bedeutete auch verpassten Unterricht und immer wieder Besuche im Krankenhaus, beides zusätzliche Belastungen für den bereits strapazierten Haushalt.

Kadiatu schüttelt den Kopf, wenn sie sich daran erinnert, wie das Leben in ihrem Dorf Gbondoma früher aussah. „Unser Haus befindet sich neben Gebüsch, früher war hier überall ,kaka‘. Es war so schlimm, dass wir wegen des Geruchs und der Fliegen nicht mal draußen sitzen konnten.“

DER BAU ÖFFENTLICHER LATRINEN BLIEB OHNE ERFOLG

2008 begann UNICEF mit der Regierung von Sierra Leone und ihren NGO-Partnern zusammenzuarbeiten, um im Distrikt Kenema das Programm „Community Approaches to Total Sanitation“ (CATS) umzusetzen. Dieses neue Konzept setzte auf Meinungsführer, die ihre Gemeinde dazu motivieren konnten, die Situation zu verbessern – unter Verwendung von Materialien vor Ort und durch das Beenden des Brauchs, die Notdurft im Freien zu verrichten. Erfahrung hat gezeigt, dass der subventionierte Bau offentlicher Latrinen keine wesentliche Veränderung bewirken konnte: Viele dieser Latrinen wurden schnell renovierungsbedürftig oder waren prominenten Einzelpersonen oder Besuchern vorbehalten. Diese Entwicklung in Verbindung mit dem absoluten Mangel von Einrichtungen in vielen Dörfern führte dazu, dass viele Frauen und Kinder bei der Sanitärversorgung außen vor blieben.

GEMEINSAMER EINSATZ DER GEMEINDE

Nach einem Treffen mit Gemeindeberatern begannen Kadiatu und andere Familien der Gemeinde mit dem Bau ihrer eigenen Latrinen. Nachdem Latrinen für alle Haushalte gebaut und in Gebrauch genommen waren, wurde Gbondoma für „Open Defecation Free“ (ODF) erklärt – Notdurft wird nicht mehr im Freien verrichtet.

Das Ereignis wurde in der ganzen Gemeinde gefeiert. Den Stolz des Dorfes spürt man noch immer, wenn Familien Gäste empfangen und einladen, unbedingt ihre Latrine zu besuchen.

Laut UNICEF ist das CATS-Programm eines der effektivsten und nachhaltigsten Konzepte, um sicherzustellen, dass Sanitärmaßnahmen ganze Gemeinden erreichen. Allein in Sierra Leone haben inzwischen mehr als 300.000 Menschen Zugang zu einer eigenen Latrine in ihrem Haushalt – das Ergebnis von CATS. Auch Kadiatu wirkt sichtlich zufrieden mit den Ergebnissen. „Meine Kinder sind inzwischen viel gesünder. Und dank der besseren Umgebung kann ich jetzt mit Freundinnen im Garten hinter dem Haus sitzen. Unser Leben ist gut hier in Gbondoma.“

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Über eine Million Menschen konnten bereits durch die von Domestos unterstützten UNICEF-Programme zur Sanitärversorgung erreicht werden. Hier können Sie einige dieser Menschen kennenlernen: Wahre Geschichten.

 
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